Vielfalt am Sennerand

GPS-Erlebnispfade im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge

Erlenbruchwald

In einem Erlenbruchwald gibt es das ganze Jahr hindurch hohe Grundwasserstände. Hier hat die Erle Vorteile gegenüber anderen Baumarten und bildet den typischen Erlenbruchwald mit Seggen, Schwertlilien und gelb blühenden Sumpfdotterblumen im Unterwuchs aus.

ErlenbruchwaldDie namensgebende Schwarzerle ist als eine der wenigen heimischen Baumarten in der Lage, diese nassen und zeitweilig überstauten Standorte zu besiedeln. Sie erträgt lang anhaltende Überschwemmungen und stetige Staunässe besonders gut. Die notwendige Luftversorgung der Wurzeln wird dabei durch auffallend große Öffnungen in der Rinde (sog. Lentizellen) und Luftkanäle im Holz sichergestellt, die sich an der Stammbasis und den oberflächennahen Wurzeln befinden. Durch diese Anpassung wird das Überleben auch bei anhaltender Überschwemmung sichergestellt. Erst Überflutungen, die die Stammbasis längere Zeit überdecken, können zum „Erstickungstod“ des Baumes führen.

Eine weitere Besonderheit des Baumes ist die Fähigkeit, mit Hilfe von Bakterien, die in Wurzelknöllchen sitzen, Luftstickstoff zu binden. Ihre Nährstoffversorgung ist damit so gut gesichert, dass die Erle es sich erlauben kann, ihre Blätter im Herbst grün fallen zu lassen.

Auf trockeneren Standorten unterliegt die Schwarzerle trotz dieser Vorteile den meisten Baumarten aufgrund ihrer relativen Konkurrenzschwäche. Auf ständig nassen Böden kann sie ihre Vorteile nutzen und bildet den typischen Erlenbruchwald aus.

Charakteristische Pflanzen im Unterwuchs sind Seggen wie z.B. die Walzen- und die Sumpfsegge, Schwertlilie und die gelb blühende Sumpfdotterblume.

Erlenbruchwald | MP3

 
 Erlenbruchwald [1:06m]: Play Now | Download

Diese Seite drucken