Der Haverkampsee ist ein künstliches Stillgewässer. Es entstand in den 1960er Jahren durch den Kiesabbau. Nach Ende des Kiesabbaus um 1980 hat sich das Gewässer naturnah entwickeln können, so dass unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten zu beobachten sind.
Der See wird durch den Mühlengraben und durch einen künstlichen Abzweig der Strothe, den wir auf der gegenüberliegenden Uferseite sehen, gespeist. Der See fällt allerdings bei anhaltender Trockenheit zeitweise trocken, da die natürliche abdichtende Tonschicht im Untergrund beim Abbau durchbrochen wurde.
Am Ufer wachsen Schilf- und Röhrichtbestände und im Mai blüht hier die Gelbe Schwertlilie. Im Winter nutzen Wasservögel wie Gänse und Entenvögel den See als Rast- und Ruheplatz. Blesshühner, Teichhühner und die bunten Haubentaucher sind das ganze Jahr über zu sehen. Bei gutem Wetter kann man mit etwas Glück auch den schillernden Eisvogel bei der Jagd nach Kleinfischen beobachten.
Der Angelsportverein Schlangen ist für den Besatz mit Karpfen, Schleien, Rotaugen, Brassen, Aalen, Zandern und auch Forellen zuständig. Der Verein sorgt auch für die technisch gesteuerte Kormoranvergrämung mit Hilfe der schwimmenden Plattformen im See. Diese stoßen Tonsignale aus, die den bei Anglern unbeliebten fischfressenden Vogel vertreiben sollen. Da der Haverkampsee ein reines Angelgewässer darstellt, ist Baden und Wassersport nicht möglich.


